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Diese Webpräsenz dient der öffentlichen Aufklärung über den Hellēnismôs, der indigenen griechischen Kultur, Religion und Weltanschauung, wie auch der Vorstellung seiner Philosophie und Praxis. Trotz jahrelanger Öffentlichkeitsarbeit seitens hellenischer Kollektive wurde die Präsenz dieser Webseite als notwendig erachtet, weil der Hellēnismôs, ebenso bekannt als Hellēnikôn, in der Öffentlichkeit teilweise weiterhin inkorrekt dargestellt wird. Die Gründe dafür sind vielfältig und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Als Konsequenz hierauf wurde diese Webpräsenz zur Rehabilitierung und Verteidigung der hellenischen Kultur und Religion eingerichtet, auf der aus hellenischer Sicht über den Hellēnismôs berichtet wird.

Das Projekt wird getragen von einer besonderen Hingabe für die Anerkennung des kulturellen Völkermordes an den Hellenen durch das Oströmische Reich und seiner Staatskirche. Vor diesem Hintergrund bemühen wir uns, die Weltgemeinschaft bezüglich des Kampfes der ethnischen Hellenen für die Revitalisierung ihrer Kultur zu sensibilisieren. Das beinhaltet wiederum die Bekämpfung des Antihellenismus, aber auch jeder Art der Aneignung, Vereinnahmung und Enteignung des Hellenentums durch außenstehende Dritte. Zu diesem Zweck ist die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte und relevanten aktuellen Geschehnissen unerlässlich. Auf diese Art erweisen wir den hellenischen und anderen Opfern des Monotheismus unsere aufrichtige Achtung und bewahren sie vor dem Vergessen. Den Antrieb dazu finden wir in der Notwendigkeit einer Rehabilitierung der hellenischen Tradition und in der Wertschätzung für alle anderen indigenen Kulturen.

Letztlich verpflichten uns die Opfer des byzantinischen Absolutismus, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, damit ethnische Hellenen frei und sicher vor Diskriminierung in Griechenland und in der Diaspora leben können. Ein weiteres Anliegen dieser Seite ist die Förderung der Akzeptanz des Hellēnismôs in der Öffentlichkeit. Dies wird dadurch erreicht, dass Verständnis für seine Weltanschauung und Seinsweise geschaffen wird.

Tempel des Poseidon (8) - KopieSelbstverständlich kann an dieser Stelle nicht für die gesamte hellenische Ethnie oder die einzelnen Kollektive gesprochen noch eine wie auch immer geartete einheitliche Ontologie entwickelt werden, die für den immerhin kollektivistischen Hellēnismôs zukünftig leitend sein soll, zumal diese Seite keiner spezifischen hellenischen Organisation angehört. Der Hellēnismôs bezieht wie jede andere ethnische Religion seinen Charakter, seine Weltanschauung und sein Wertesystem aus seiner Kultur, ist auch er polymorph und vom lokalen Moment abhängig. Das Wertesystem, die Religion und Philosophie der Hellenen bilden eine polydimensionale Unität, welche sich nicht auf einige ihrer Aspekte reduzieren lässt, sondern vielmehr ein Gesamtgefüge verwandter Komponenten bildet. Alle Stämme, philosophischen Schulen und Richtungen, ob platonisch, epikureisch oder stoisch, werden mit dem gebührenden Respekt behandelt und gefördert, denn sie alle gehören zur hellenischen Tradition.

Die Revitalisierung des Hellenentums ist keinesfalls eine Rückkehr zu antiken Verhältnissen, wie einer vielleicht zunächst vermuten mag, überhaupt ist es kein Zurück in die Zeit, sondern die Rückbesinnung auf die zivilisatorischen Errungenschaften des hellenischen Menschen, die Rückkehr eines Volkes zur indigenen Kultur seiner Heimat und damit die Restauration der hellenischen Tradition als lebendige Gegenwart. Ob gestern, heute oder morgen, für die Zivilisation ist der Hellēnismôs von zeitloser Bedeutung, weil es seiner Natur entspricht, freie Gemeinschaften und aufrechte Menschen zu formen. Der Hellēnismôs spricht den ganzen Menschen an, denn er ist Kultur, Tradition, Identität, Religion, Weltanschauung, Philosophie, Wertesystem und Lebensweise zugleich, aber auch eine authentische Alternative zum Abendland, Orient und zur Romiosini, die allen aufgeschlossenen und toleranten Menschen, die die hellenische Kultur respektieren, offen steht.