Über den Obersten Rat der ethnischen Hellenen (YSEE)

Der Oberste Rat der ethnischen Hellenen

für die Bewahrung und Wiederherstellung der eingeborenen hellenischen Tradition

Aus dem Griechischen ins Deutsche von Stilian Ariston.

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Der Oberste Rat der ethnischen Hellenen (Y.S.E.E.) hat notgedrungen die Rechtsform einer gemeinnützigen Organisation angenommen, weil die griechische Gesetzgebung, bisher zumindest, keine andersartigen Rechtsformen (z.B. «Religiöse Vereinigungen») für Religionen bereitstellt, die nicht zu den drei monotheistischen Religionen zählen.

Gegründet wurde er im Juni «1997» zum Zweck der moralischen und materiellen Unterstützung sowie der Wiederherstellung der ethnischen, polytheistischen hellenischen Tradition, Religion und alltäglichen Lebensweise in der zeitgenössischen griechischen Gesellschaft, die von einer geistigen Enge und Theokratie beherrscht wird.

Die Gründung des Y.S.E.E. erfolgte nach langen Kontakten, Diskussionen und Prozessen, die «1993» zwischen den ältesten sich in Griechenland befindenden Ethniker-Gruppen ihren Anfang nahmen («Diipetes» in Athen, «Taleta» in Sparta und «Hellenes Ethnikoi» in Thessalien) und die «1995» – «1996» zum temporären Zusammenschluss des «Bundes hellenischer Ethniker» führten, zwei Monate nach der landesweiten panhellenischen Versammlung auf dem südlichen Olymp am 9. September «1995».

Nach 14 Jahren ununterbrochener Präsenz in der neugriechischen Realität und mit mehr als 230 Wortmeldungen, vielen Beschwerden und Protesten vor Ort, und mehr als 300 Vorträgen, der Organisierung von alten ethnischen Festen, öffentlichen Zeremonien und kulturellen Veranstaltungen, bildet der Y.S.E.E. im wahrsten Sinne des Wortes die «vorderste Front» der Bewegung für die Rückkehr zu den väterlichen Sitten, immer offen für die Zusammenarbeit mit allen gesunden, heißt: demokratischen Gruppen von Ethnikern, und bereit, beim Aufbau neuer solcher Gruppen in allen Ortschaften auf hellenischem Boden behilflich zu sein.

Der Y.S.E.E. ist eine «Schirmorganisation», die ausschließlich auf der Basis guten Willens und gegenseitiger Wertschätzung die Ausweitung der Ethnikerbewegung in Griechenland mittels technischer, juristischer und sogar finanzieller Unterstützung für bestehende Gruppen bezweckt und zur Gründung neuer Gruppen in allen Teilen des Landes ermutigt. Er ist Gründungsmitglied des Weltkongresses der ethnischen Religionen (heute: Europäischer Kongresses ethnischer Religionen) und hat Außenstellen in Australien («1999») und in den USA («2007») eingerichtet und plant auch in anderen Ländern, wo es ethnische hellenische Kräfte gibt, solche zu eröffnen.

Im Juni «2004» hatte der Y.S.E.E. die große Ehre den 7. Weltkongress der ethnischen Religionen in aller Gastfreundschaft in unserem Land abzuhalten und dabei die hohen Kosten für die Organisierung vollständig aus seinen Reservemitteln und Mitgliedsbeiträgen decken zu können. Der Y.S.E.E. kämpft unerbittlich und unabhängig von zweifelhaften Stiftungen; bei der Realisierung seiner Ziele stützt er sich ausschließlich auf seine eigenen Kräfte und auf die Mithilfe seiner «ökonomischen Unterstützer» («Spender» / «Mitglieder»), die einen jährlich Beitrag von 60,00 Euro leisten und so bei der Bildung von Rücklagen für Rechtsstreitigkeiten, Proteste, Zeremonien und Veranstaltungen für die Verbreitung unserer Ideen mithelfen, ebenso wie bei der Realisierung unterschiedlicher Pläne für die nahe Zukunft, d.h. für den Bau eines oder zweier Altäre oder Tempel und einer polytheistischen Bibliothek.

Die Gründung und Existenz des Obersten Rates der ethnischen Hellenen wurde am 17. Juli «1997» mit der folgenden Pressemitteilung an die Medien und Tageszeitungen in Griechenland bekanntgegeben:

Jahrzehntelang haben wir hellenischen Ethniker, d.h. Griechen der Gegenwart, die bis heute noch die Sitten und Riten unserer Vorfahren, der echten Hellenen, respektieren und achten, mit stoischer Geduld geschwiegen (was sich als Fehler erwies), wenn wir mit der systematischen und keinesfalls zufälligen Missachtung oder Erniedrigung unserer geschichtlichen oder lebendigen ethnischen Tradition durch einen «griechischen» Staat konfrontiert wurden, der offensichtlich Sklave eines ökonomisch-religiösen Giganten ist, dessen kulturelle und logische Interessen die offene Verhöhnung unserer wahren (heißt vorchristlichen) Volkstradition bedeuten.

Aufgrund von Ereignissen, die wahrscheinlich Gegenreaktionen auf einige unserer ersten Versuche gewesen sind, unsere Aussagen publik zu machen und sie in der modernen griechischen Gesellschaft zu verbreiten, ist uns in jüngster Zeit auf brutale Weise klar geworden, dass wir uns den Luxus nicht leisten können, zu diesem offenen, aber «stillen» Krieg gegen das echte (vorchristliche) Hellenentum weiter zu schweigen. Denn zum ersten Mal seit dem Mittelalter scheint die andere Seite zu intoleranten und aggressiven Mitteln zu greifen, die bis vor kurzem in einer angeblich demokratischen Gesellschaft nicht offen gebraucht werden konnten.

Wir haben Drohungen gegen das Leben von Personen erhalten, die sich öffentlich in der ethnisch-hellenischen Gemeinschaft engagieren. Eine unserer Buchhandlungen wurde niedergebrannt. Zudem haben Kirchenprediger und die von der Kirche kontrollierten Massenmedien eine Verleumdungswelle gegen uns losgetreten. Wir haben auch erlebt (und das ist am abscheulichsten!), wie vorchristliche Monumente und Tempelruinen zerstört wurden.

Vor dieser neuen und erschreckenden Realität, die sich Schritt für Schritt gegen das echte Hellenentum formiert, und weil niemand von den Vertretern des Staates, die für seinen Schutz eigentlich verantwortlich wären, sensibel genug ist oder aktiv wird, haben ethnische Hellenen beschlossen, den Obersten Rat der ethnischen Hellenen zu gründen, dessen Ziel die Bewahrung und Wiederherstellung der wahren (vorchristlichen) hellenischen Tradition sein wird.

Sein Zweck besteht in «der Sensibilisierung des griechischen Volkes mit allen rechtlichen Mitteln für die Sicherstellung der Achtung, Rettung, der materiellen und moralischen Unterstützung, der Wiederherstellung und letztendlich der Förderung der Stätten, Symbole, Ideen und lebendigen Formen der altgriechischen Tradition, der Weltanschauung im weitesten Sinne, des philosophischen Denkens, der politischen Anschauung, der ethnischen Religion, der schönen Künste, der Bräuche und Sitten, der Sprache, Mythologie, Symbolik, der griechischen Literatur und allen dazugehörigen Bereichen».

Die vorliegende Pressemitteilung ist unsere erste, die wir an die Massenmedien und andere zuständige und interessierte Trägerschaften senden. Wir hoffen, dass sowohl diese wie auch alle anderen Pressemitteilungen, die folgen werden, von den Empfängern ernsthaft und objektiv behandelt werden, wie es das Prinzip der Redefreiheit für alle Bürger verlangt.

Ehre und Ruhm den Göttern unserer Vorfahren

Wir hellenischen Ethniker fordern

DAS RECHT ALS ECHTE GRIECHEN EXISTIEREN UND LEBEN ZU KÖNNEN

Das bedeutet, das Recht zu haben, nach unseren traditionellen Sitten zu leben; in der heutigen Gesellschaft existiert bereits ein solches Recht und ist denen garantiert, die anderen Sitten folgen (z.B. den jüdischen, christlichen und muslimischen). Das Recht auf anzestrale Namensgebung, das Recht auf eine rein griechische Bildung statt dem heutigen weichgespülten, verdummenden und für das zusammenhängende Denken, Urteilsvermögen und die Lernfreude der Schüler zerstörerische Erziehungssystem, welches den Abgängern der Hochschule nicht einmal einen ausreichenden Wortschatz für das Verständnis eines mittelschweren theoretischen Textes vermittelt. Außerdem das Recht auf Schutz für unseren Kult der griechischen Götter in seiner ganzen Vielfalt und Pracht, wie auch das Recht auf die griechischen Zeremonien der Namensgebung, Hochzeit und Beerdigung statt der aktuellen aufgedrängten monotheistischen Zeremonien. Schließlich fordern wir das Recht auf Würde im Tod, die bedingungslose Legalisierung der Euthanasie (wie zu Zeiten der Griechen) und das sofortige Recht auf Einäscherung des toten Körpers, eine seit dem 7. vorchristlichen Jahrtausend bis zum Verbot unserer Nationalreligion im 4. Jahrhundert der heutigen Zeitrechnung par excellence griechische Praxis.

DEN SOFORTIGEN SCHUTZ UNSERES GEISTESGESCHICHTLICHEN ERBES
Wir fordern den vollen Schutz der Museen, unserer archäologischen und religiösen Stätten durch den jetzt indifferenten oder zur Erfüllung seiner Pflichten unfähigen neugriechischen Staat. Andernfalls behalten wir uns für die Zukunft vor, das Recht auf Sicherstellung unserer väterlichen Stätten und Anlagen
für uns ethnische Hellenen vor internationalen Gerichtshöfen  einzuklagen und hinterher durch eine spezielle Trägerschaft aus ungeschulten Wachen zu gewährleisten, die unser Erbe pietätvoll wahren. Deren Aufwandsentschädigungen werden aus der heutigen Staatskasse zu entrichten sein, wie auch aus den Gewinnen der sogenannten Volkslotterie, die wieder ihrem ursprünglichen Ziel zugeführt werden muss (von 1874 bis 1941 flossen die Gewinne der Volkslotterie «zu Gunsten der Altertümer»).
Außerdem fordern wir den Beginn, die Fortsetzung und den Abschluss aller Ausgrabungen der identifizierten archäologischen Stätten unseres Landes, um endlich die wahre griechische Geschichte ans Tageslicht zu befördern. Die Ergebnisse der Ausgrabungen und Untersuchungen sollen unverzüglich veröffentlicht werden, sodass auch das Curriculum an den griechischen Schulen mit den neuen Elementen angereichert werden kann, die heute nur so vor Ungenauigkeiten und falschen Informationen überquellen.
Außerdem bezwecken wir die Erhöhung des ästhetischen Empfindens der griechischen Bevölkerung und die Verpflichtung des Staates zur Herstellung von Repliken berühmter Statuen oder Reliefs, d.h. der Meisterwerke unserer griechischen Vorfahren, und ihrer Aufstellung auf öffentlichen Plätzen, in Schulen und öffentlichen Gebäuden. Zudem planen wir die Finanzierung und Herstellung (
durch Bildhauer) innovativer Skulpturen von wichtigen Persönlichkeiten des hellenischen Ethnismus (z.B. des Dexippus, Julians, Georgios Gemistos-Plethons etc.) oder von Göttern und Heroen, und ihren Aufbau an Orten, die einen besonderen Bezug zur jeweiligen Persönlichkeit oder Gottheit besitzen und deshalb von den Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden sollen.
Schlussendlich fordern wir die Einführung einer staatlichen finanziellen Förderung der Forschung und der modernen griechischen literarischen Arbeit bezüglich unserer anzestralen Tradition, Geschichte und Weltanschauung.

DIE FÖRDERUNG UND BETRIEBSWIEDERAUFNAHME UNSERER HEILIGEN STÄTTEN
Wir fordern, dass alle unsere archäologischen Stätten, die Heiligtümer unserer Ahnen beherbergen, zu «Heiligen Stätten des hellenischen Volkes» erkoren werden und dass die griechischen Tempel und Altäre so weit wie möglich restauriert werden, damit sie wieder ihrer religiösen Verwendung zugeführt werden können. Im Rahmen dieses Geistes fordern wir die sofortige Rückgabe des reichhaltigen architektonischen Materials, das zur Zeit in ausländischen Museen ausgestellt wird oder die Versendung von Repliken aus langlebigen Materialien, um sie an den Stellen zu installieren, an denen unsere griechischen Vorfahren sie ursprünglich aufgestellt hatten. Jede Art von Gebäude, das auf griechischen Heiligtümern erbaut wurde, müsste dann anderswo verfrachtet werden, während an Orten, wo der Schaden derart groß ist, dass eine architektonische Restauration nicht möglich ist, nebenan nur Altäre und ein kleines Säulengebäude für die Unterbringung von Statuen erbaut werden sollen.

Formen des Kampfes

Auf dem Weg zur Erreichung der oben genannten Ziele, intendiert der Y.S.E.E. folgende legitime und gewaltfreien Formen des Kampfes anzuwenden:

  • Ständiges Bombardement der Medien, politischen Parteien und anderen zuständigen Behörden mit Protestbotschaften, Petitionen oder Beschwerden, und zwar immer dann, wenn die griechischen Altertümer, unsere anzestralen Symbole oder das Andenken, die Sitten und Riten unserer Ahnen auf welche Weise auch immer vernachlässigt, missbraucht oder in irgendeiner Weise verunglimpft werden.

  • Sammlung von Unterschriften zum Zweck der Verteidigung der hellenischen Lebensweise (éthos) und für die oft damit in Zusammenhang stehenden Klagen vor internationalen Gremien, Menschenrechtsorganisationen oder Gerichten. Aus diesem Grund wird eine «Speicherbank» für die Unterschriften aufgebaut, damit wir, wenn erforderlich, schneller reagieren können.

  • Rechtsstreitigkeiten und einstweilige Verfügungen wegen Verleumdung, Verfälschung, Verspottung oder wirtschaftlicher Ausbeutung unserer Symbole, unserer heiligen Utensilien oder des Andenkens unserer Vorfahren.

  • Schaffung von wirtschaftlichen und anderen Bedingungen für die künftige Gründung und Inbetriebnahme von Radiosendern und TV-Stationen zur Förderung der griechischen Weltanschauung und des alltäglichen griechischen Ethos im Allgemeinen sowie die Auflegung eines speziellen Fonds für die Unterstützung von Mitgliedern, die in Zukunft aufgrund ihrer Ideen eventuell Schaden erleiden würden.

  • Kontinuierliche Bemühungen um größtmögliche Aufklärung und Inkenntnissetzung der Menschen, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, über die wahre Natur der alten Religionen, ihrer Prinzipien und Ideale, ihrer Götter, Mythen, Sitten, Verhaltensweisen, Theologien und Riten.

  • Förderung und Stärkung der brüderlichen Beziehungen und große Solidarität mit den Ethnikern in diesem Land, aber auch mit den ausländischen Hellenisten weltweit.

  • Zusammenarbeit mit den Ethnikern in ganz Europa (der römischen, keltischen, nordischen und slawischen Tradition) sowie mit Organisationen indigener Völker (Indianer Amerikas, Aborigines in Australien, etc.) zum Zwecke des Informationsaustausches, des Dialogs und eines möglicherweise gemeinsamen Vorgehens zugunsten der naturreligiösen und polytheistischen Weltanschauungen.

  • Schaffung von wirtschaftlichen und anderen Bedingungen für den Bau unserer ersten modernen Tempel, und die Schaffung und Organisation von selbstregierten und autarken Gemeinden basierend auf rein hellenischen institutionellen, ästhetischen und räumlichen Strukturen.

Neun Punkte für die der Oberste Rat der ethnischen Hellenen existiert, kämpft und um euer aktives Engagement im Obersten Rat bittet:

  • Klare Präzisierung der Eigenschaften und Grenzen, die unsere Gemeinschaft als aus zeitgenössischen Griechen bestehend definieren, die unseren ethnischen, traditionellen Sitten und Anschauungen folgen («ta patria ethe kai nomizomena»)

  • Artikulation eines gültigen und kollektiven Diskurses der ethnischen Hellenen gegenüber dem Staat und jedem Interessierten oder nicht Interessierten.

  • Sicherung der Grenzen unserer Gemeinschaft vor Provokateuren, Vereinnahmungen und Verzerrungen unserer Ideen.

  • Erwerb von eigenen Kultstätten für die Bedürfnisse unserer Gemeinschaft.

  • Schutz unserer sozialen, politischen, religiösen und anderen Rechte auf kollektiver Ebene als Gemeinschaft oder auf privater Ebene als Individuen in einem neugriechischen institutionellen Umfeld, das extrem feindselig ist gegenüber allem, wofür wir stehen und was wir vertreten.

  • Kulturelle Umkehr der griechischen Gesellschaft, weg vom Obskurantismus, der Bildungsferne, dem Aberglauben und geistigen Elend, das für sie momentan kennzeichnend ist.

  • Organisierung von gebündelten Aktionen im Hinblick auf die rasche Entwicklung zu einer Gruppe, die starken sozialen Druck ausüben kann.

  • Effektive Verteidigung unserer lebendigen oder historischen ethnischen Tradition, die heute in den Händen des indifferenten, wenn nicht gar feindlichen neugriechischen Staates missbraucht bzw. diskreditiert wird.

  • Dass unsere ethnischen Götter und die Seelen unserer Vorfahren in dem Land die gebührende Achtung erfahren, das rechtmäßig ihnen gehört.

Die Frage der Wiederherstellung unserer wirklichen ethnischen Tradition, Religion und Lebensweise erfordert das physische und geistige Engagement aller ethnischen Hellenen.
Wir wagen den Kampf. Und wir wagen den Sieg.
Unser Recht zu existieren ist nicht verhandelbar.
Ehre und Achtung den Göttern und Vorfahren.

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