Orphische Hymne an Hekate

Orphische Hymne an Hekate

Hekate (Metagitnion 2791) (5)

 

«Ich preise dich Henodían Hekátēn,
die du lieblich an den Kreuzwegen thronst.
Safrangewandte Herrin des Himmels,
der Erde und des Meers.
Nebst den Gräbern du weilst,
glücklich unter den Seelen der Toten.
Tochter des Perseus, der Einsamkeit hold,
erfreust du dich an den Hirschen.
Freundin der Hunde in der Nacht,
Unbezwingbare Königin!
Herrscherin der Stiere bei der Jagd.
Schlüsselträgerin des Weltalls,
kindernährende Nymphe,
schweifst in den Bergen des Nachts.
Ungegürtete Jungfrau,
sei anwesend bei den heiligen Riten,
freundlichen Herzens dem Hirten gnädig.»

Übersetzung von Stilian Ariston in dankbarer Anlehnung an J. O. Plassmann (München 1982).


Über die hellenische Göttin Hekate:

«Lunare Göttin des inneren Wissens, der Übergänge und Veränderungen, mit Macht über den Himmel, die Erde, das Meer, aber auch über das Jenseits; Spenderin von Reichtum, Ehrungen, Siege, Seetüchtigkeit, Schirmherrin der Neugeborenen, Wegweiserin der Menschen in ihrer Eigenschaft als Herrin der Hauptstraßen, Gabelungen, Kreuzungen und Eingänge (alle vier symbolisieren die Wege und Optionen des menschlichen Lebens), Stütze jeder Gesetzgebung und Vorsteherin aller Reinigungsriten.» (Vlassis G. Rassias: Η ΘΕΑ ΕΚΑΤΗ, zuletzt abgerufen am: 18.02.16)

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