Grabsteine der Griechen als Baumaterial («Griechenland» 2.015)

Oberster Rat ethnischer Hellenen: Επιτύμβιες στήλες Ελλήνων ως δομικά υλικά – («Ελλάδα» «2015»), in: YSEE (Pressemitteilungen: Januar bis Dezember »2015«), zuletzt abgerufen am 12. Anthesterion 2791 / 3. März «2015». 287. Pressemitteilung des Obersten Rates der ethnischen Hellenen (YSEE). Originalsprache: Griechisch. Übrs. v. Stilian Ariston.

Pressemitteilung Nr. 297 / 2015.02.02

Abstoßend ist das Bild, das mit dem Fotoobjektiv einer unserer Gruppen aufgenommen wurde, als sie durch das Dorf Koskina im südlichen Euböa gefahren ist, wo vor einem Jahrzehnt («2004») ganz in der Art eines kommunalen Bauprojekts ein Steinbrunnen gebaut wurde, in dem gut erhaltene antike Grabsteine … als «dekorative» Elemente inkorporiert wurden. Ein Bild, das einen normalen oder sogar rudimentär gebildeten Menschen sprachlos macht und sich fragen lässt, ob er wegen der Sache selbst Wut oder doch Mitleid über die Ignoranz jener empfinden sollte, die das ganze erdacht und in die Tat umsetzten.

Unabhängig davon, was jeder einzelne von uns davon halten will, stellen sich einige ernste Fragen in Bezug auf einen Staat auf, der angeblich koordiniert ist und sich selber «griechisch» nennt, und der Tatsache, dass wir nicht im Zeitalter der Byzantiner- oder Osmanenherrschaft leben, aber im 21. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung.

1. Kennen die «Köpfe» hinter diesem «Projekt» eigentlich nicht den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Stein und einem Grabstein? Wenn nicht, würden sie dann Andersgläubigen oder bloßen Schwachköpfen die Erlaubnis geben, die Grabsteine ihrer Väter als «Baudekoration» zu verwenden?

2. Wer besaß, und mit welchem Recht, diese gut erhaltenen Antiquitäten, bevor sie auf diese Weise in das Mauerwerk eingearbeitet wurden?

3. Hat der Bürgermeister, der das Projekt auf die Beine stellte, nicht gewusst, dass Antiquitäten verwendet würden? Und falls dem so sein sollte, erkannte kein anderer in verantwortlicher Position oder sein Nachfolger diese Ungehörigkeit, wenigstens nachträglich? Und falls dem wieder so sein sollte, störte sich kein Anwohner, zumindest aus ästhetischen Gründen, an diesem «Projekt»?

4. Befindet sich besagtes Dorf nicht im «Hoheitsgebiet» der regionalen archäologischen Aufsichtsbehörde?

Sicherlich werden noch andere Fragen aufgeworfen und viele davon, die die offensichtliche kulturelle Degeneration unseres Volkes betreffen, welche der Notwendigkeit einer Wiederhellenisierung Nachdruck verleihen.

In diesem Fall werden wir uns auf die vier oben gestellten Fragen beschränken, die sicher nicht in diesem unseren Ausruf «auf Kaspers Hochzeit» gestellt werden, sondern öffentliche und überzeugende Antworten von den Verantwortlichen und anderer an dieser Monstrosität Beteiligter einfordern.

Wir bleiben dran!

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