Ein kurzer Einblick in den Hellenismos (Hellenischer Polytheismus)

Helios

29.3.«2013»

1. HELLENISMOS (Ελληνική θρησκεία)

(Auch bekannt als hellenische oder griechische Religion und hellenischer oder griechischer Polytheismus.)

Der Hellenismos[1] ist die traditionelle und eingeborene Religion des ethnischen Hellenentums (indigene griechische Kultur). Doch ist Hellenismos nicht nur Religion, sondern er bezeichnet auch die Weltanschauung und Philosophie der Hellenen. Der Begriff «Hellenismos» (griech.: Ελληνισμός; latinisiert: Hellenismus) wurde zum ersten Mal von Flavius Claudius Iulianus explizit als Name für die hellenische Religion verwendet[2]. Im heutigen Griechenland wird er meist als «hellenische Religion» angesprochen.

Der Hellenismos ist eine naturliche Religion[3] (keine Naturreligion), was bedeutet, dass er sich parallel zur hellenischen Ethnie entwickelt hat und nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt von einem bestimmten Menschen gegründet wurde[4]; er bildet also eine ethnische und kulturspezifische Religion und Weltanschauung, die alle Kulte, Mythen, Feste, Mysterien, Sitten, Anschauungen und Riten der Hellenen von der minoisch-mykenischen Zeit (3200-1050 v. Z.) bis zum frühen Mittelalter (529-1000 u. Z.) – und darüber hinaus bis zu Georgios Gemistos Plethon – umfasst. Seine Wurzeln reichen weit in die Minoisch-Mykenische Kultur zurück. Seine letzten bedeutenden Entwicklungen fanden in der ausgehenden Spätantike und im Mittelalter statt.

Mit hellenischer «Religion» ist keineswegs ein «Glaube» oder eine Religion gemeint, die aus Glaubensbekenntnissen oder Dogmen besteht. Der Hellenismos ist eine orthopraxische Religion, will heißen: auf die richtige Ausführung der Riten bedacht, nicht auf die Wahrung einer «richtigen Lehre». Die Hellenen glauben «nicht im christlichen Sinne an die Götter […].»[5]

«Mit dem Begriff ‹ethnische hellenische Religion› wird die Summe der ‹Nomizómena› [Anm.: der gebräuchlichen bzw. traditionellen Anschauungen und Sitten] der ethnischen (nicht-christlichen) Hellenen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft über den Kosmos, die Götter, die Natur, die Tiere und die Menschen gemeint. Die ethnische hellenische Religion ist eine polytheistische, indigene, organische und allen voran eine natürliche Religion. Sie wurde nicht von einem oder mehreren Menschen, ‹Propheten› oder ‹Gottmenschen› gegründet. Es handelt sich bei ihr um eine anfangs- und endlose geistige ‹Koevolution› des biologischen, sozialen, politischen und kulturellen Wesens, das unter dem Begriff der griechischen Ethnie bekannt ist.»[6]

«Griechische Religion: die religiösen Überzeugungen und Praktiken der antiken Hellenen. Die griechische Religion ist nicht identisch mit der griechischen Mythologie, welche von traditionellen Erzählungen handelt, jedoch sind beide eng miteinander verknüpft. Merkwürdigerweise hatten die Griechen, für ein so religiös gesinntes Volk, kein Wort für die Religion selbst; die naheliegendsten Begriffe waren eusebeia (‹Pietät›) und threskeia (‹Kult›).»[7]

Der Hellenismos ist die religiöse Tradition der ethnischen Hellenen, umgangssprachlich: «Griechen» (nicht zu verwechseln mit den griechischsprachigen Christen). Er wird aber auch von Menschen praktiziert, die nicht der hellenischen Ethnie angehören (Deutsche, US-Amerikaner, Australier, Briten etc.). Diese werden, wie fälschlicherweise auch die ethnischen Hellenen, hellenische Polytheisten oder Revivalisten genannt. Gehen diese dann so weit, die hellenische Sprache zu erlernen und sukzessiv die Sitten, das Ethos und das Tugendsystem der Hellenen zu übernehmen, somit auch die hellenische Identität (Ethnismus), werden sie als Hellenen angesehen, vollwertige Mitglieder der hellenischen Ethnie, weil sie dann dem Ethos nach Hellenen sind. Wie die ethnischen Hellenen, sind dann auch sie Ethniker, also Träger eines ethnisch-kulturellen Bewusstseins[8] und einer ebensolchen Identität. (Der «Ethniker» galt lange Zeit als Synonym für «Götzendiener».) In aller Regel gehen die hellenischen Polytheisten, auch Hellenisten genannt, nicht soweit.

Die wichtigsten hellenischen Kollektive sind die folgenden drei in Griechenland: YSEE, Labrys und Thyrsos. In den USA: Hellenion und Neokoroi.

Die Hauptgötter des Hellenismos sind die zwölf Olympier; es werden aber auch andere Gottheiten, Daimonen (Najaden, Dryaden, Oreaden usw.) und Heroen verehrt. Die hellenische Tradition ist nicht homogen, sie ist vielfältig und hat viele Formen (Orphik, Platonismus, Stoizismus, Hylozoismus, Epikureismus, Pythagoreismus etc.) Die einflussreichsten Traditionen sind sicher der Platonismus und die Stoa. Die meisten Hellenen, welche sich einer philosophischen Schule angeschlossen haben, sind entweder Platoniker oder Stoiker. Es gibt aber auch Epikureer und orphisch-pythagoreische Platoniker. Der Platonismus (Mittel- und Neuplatonismus inbegriffen) und die Stoa werden auch deshalb sehr geschätzt und favorisiert, weil ihre antiken Vertreter vollständige und in sich geschlossene Theologien (= Götterlehren) und Ontologien hinterlassen haben. Außerdem war es die platonische Tradition, die bis zum letzten Atemzug und trotz aller Verfolgungen das Hellenentum verteidigt und am Leben erhalten hat[9], was sicher auch zu ihrer Attraktivität beiträgt. Doch obwohl die philosophische Haltung auf die religiöse Gesinnung und Denkweise des einzelnen Hellenen einwirkt, beeinflusst sie nicht den Kult, die gemeinschaftliche Verehrung der Gottheiten.

Der heutige Hellenismos steht auf fünf Säulen, die da wären: der Kult, die Mythen, die Philosophie, das Tugendsystem und Ethos der vor- und nachchristlichen Hellenen. Was nicht heißen soll, dass die Beschäftigung mit Philosophie obligatorisch oder eine Voraussetzung sei, um hellenischer Polytheist werden zu können. Sie gehört aber zum Hellenismos, der ja auch eine «Weltanschauung, eine spezifische Gesinnung und ein Alltags-Ethos»[10] ist, und kann außerhalb seiner Kultur keinen nachhaltigen Bestand haben.

Was für die Philosophie gilt, besitzt auch für die Mythologie Gültigkeit. Diese ist nicht mit der eigentlichen Religion zu verwechseln, auch wenn dieser Fehler viel zu oft begangen wird, sondern bildet ein Konglomerat aus theo- und kosmogonischen Erzählungen. Das Wort Mythos bedeutet wörtlich «Erzählung». Die Mythologie gehört zur Religion, sie ist ein Teil davon, macht sie aber nicht aus[11]. Die Mythen entstammen einer ethnischen Erfahrungswelt und sind für die hellenischen Polytheisten von äußerster Bedeutung. Sie sind erheiternde, spannende, belehrende, dramatische, tragische und witzige Erzählungen, die nichts an Wert eingebüßt haben. Es handelt sich bei ihnen um Einsichten und Erfahrungen, die von einer Generation an die nächste weiter vermittelt werden. Sallustios zufolge ist die Erforschung und Deutung der Mythen Aufgabe der Philosophie[12]. Er lehrte, dass die Mythen göttlich seien und dass sie die Wirkungsweise der Götter offenbaren[13]. Nichtsdestotrotz sind Mythen keine göttlichen Offenbarungen und bilden auch keinerlei «heilige Schrift». Im Grunde verhält es sich damit wie mit den Statuen der Götter: sind wir in der Lage sie zu «lesen», erlangen wir Einsichten in die Natur des Göttlichen, aber eben beschränkte, unserer eigenen sterblichen Natur entsprechend. Die Statuen sind nicht die Götter selbst, symbolisieren sie aber und darum wird mit ihnen, nachdem sie erst einmal geheiligt beziehungsweise geweiht wurden, sorgfältig umgegangen, denn sie sind Zeichen für die Anwesenheit des Göttlichen. In ihnen sehen wir die göttlichen Mächte zum Ausdruck gebracht (Porphyrios: Über die Götterbildnisse). Die Darstellungen der Götter verweisen auf ihre Funktionen im Universum und auf ihre allgemeinen Eigenschaften, die ins Menschliche übersetzt, zu Tugenden (aretai) werden, die der Sterbliche anstreben muss, so er Glückseligkeit erfahren und die Nähe zu den Göttern gewinnen möchte. Die Tugenden sind der Hebel für die Angleichung an die Gottheit beziehungsweise an die ihr attestierten Eigenschaften (glückselig, sorgenlos und frei von Leid). So gesehen brachte Doretta Peppa es auf den Punkt, als sie erklärte, dass die Statue «ein geistiges Sprungbrett zu Höherem» sei.

Als natürliche und ethnische Religion entwickelt sich der Hellenismos analog zu seiner Kultur beständig weiter. Eine solche Entwicklung wird nicht bewusst in Gang gesetzt, sie geschieht automatisch mit jedem Schritt in die «Zukunft». Ein solcher Prozess kann durchaus Impulse von außen aufnehmen, ist aber selbsttragend. Es geht also nicht darum in die Vergangenheit oder in antike wirtschaftliche oder soziale Strukturen zurückzukehren; die Rückkehr der Hellenen zu ihrer eigenen Kultur und Identität ist kein Zurück in die Zeit, sondern ein Zurück zum Hellenentum, also ein Zurück zum Eigenen und zu jener Größe, die die Isagoria, Isonomie, die Demokratie, den Humanismus und den politischen Menschen einst hervorgebracht hat. Wir sprechen also zu Recht von Revivalismus, wenn auch «Re-Indigenisierung» der passendere Begriff wäre.

Der Hellenismos ist keine neue und keine «weitere» Religion mit Anspruch auf «einzige Wahrheiten». Die einzige Wahrheit, die der Hellenismos anerkennt, ist die Wirklichkeit, also das ewige, selbsttragende und selbstentstandene Universum. Als eine polytheistisch-animistische Religion gehören Missionseifer und «einzige Wahrheiten» nicht zu seinem Repertoire. Der Hellenismos ehrt das Sein, die Vielfalt und die Würde der Bio- und Ethnosphäre, der Kulturen und Traditionen. Sein Menschenbild ist eines, das den Menschen aufrecht stehen und sich selber achten lässt. Dieser Mensch, der hellenische, vergeudet nicht seine Zeit damit, vermeintliche «einzige Wahrheiten» anderen aufzuzwingen, sondern er ersucht Tugenden in sich selbst zu verwirklichen, die ihm die Nähe und die Freundschaft der Götter, das Wohl seiner Familie und das seiner Gemeinde sichern.

2. DIE GÖTTER (Θεοί)

«Götter» (griech.: theoí) werden vollkommene und ordnende Wesen (griech.: Ónta) genannt, die unsterblich und wissend sind. Sie heißen deshalb «Theoi» («Ordner»), weil sie allen Dingen Ordnung verliehen haben und den Kosmos regulierten[14]. Sie sind ungeboren, unveränderlich und ewig[15]. Die Götter der Hellenen sind ungeschlechtliche, unpersönliche Mächte. Sie existieren innerhalb der Wirklichkeit, also des Universums[16], ohne den Einflüssen von Zeit und Raum zu unterliegen. Die kosmische Ordnung (Ευταξία) ist ihr Werk.

Die Hauptgötter des Hellenismos sind die bekannten zwölf Olympier: Zeus, Poseidon, Hephaistos, Demeter, Hera, Artemis, Apollon, Aphrodite, Hermes, Hestia, Athene und Ares. Andere Götter sind: Dyktinna-Rhea (die kretische Muttergöttin), Gaia, Asklepios, Hygeia, die Musen, Hekate, Helios, Selene, Eros, Persephone, Thetis und Themis.

Es sind die Götter der griechischen Mythologie, die dem Mythos nach auf dem Berg Olymp residieren.

«Unsere zwölf Götter werden auch ΟΛΥΜΠΙΟΙ (Olympioi) genannt, aber nicht, weil sie auf dem Berg Olymp verweilen, wie so viele glauben möchten; ferner gab es in der griechischen Welt nicht einen, sondern achtzehn Berge, die diesen Namen trugen. Dies ist eine poetische Vorstellung, ähnlich der, die besagt, dass sich Pan in den Wäldern Arkadiens aufhält. Das Wort ‹Olymp› stammt vom Verb ΛΑΜΠΩ (lampein = strahlen, leuchten) ab. Unsere zwölf Götter sind die ‹Leuchtenden› und der echte Olymp ist kein geographischer, sondern ein spiritueller Ort, wo die Götter tatsächlich existieren.»[17] Der Olymp (oder Metakósmia, lat: Intermundia) wird nicht von «Winden erschüttert, von Regen» durchnässt und «kein Schnee» landet auf ihn. «Es umstrahlt ihn der reinste Glanz» (Homer, Od. VI). Das Reich der Götter «ist reines Licht», unerreichbar für alles ihnen Fremde (W. F. Otto, E. Grassi: Die Wirklichkeit der Götter: Von der Unzerstörbarkeit griechischer Weltsicht. S. 13, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1963.)

Die Götter des Hellenentums sind nicht allmächtig (ein solches Konzept wird von den Hellenen als «menschliche Erfindung» ausgemacht, die sie auf die menschliche Unsicherheit zurückführen) und der Ananke[18] (Notwendigkeit, Schicksal) unterworfen. Sie sind gerecht und weise, bar jedweder Schlechtigkeit[19]. Weder haben sie «schlechte» oder «dunkle» Aspekte noch begehen sie «Fehler», sonst wären sie keine Götter und zu keinen harmonischen Werken imstande. Sie sind keine Archetypen oder Aspekte eines persönlichen, liebenden Gottes. Und sie sind keine Personifikationen[20] oder Metaphern für natürliche Vorgänge[21]. Jean-Pierre Vernant brachte es auf den Punkt, denn er sagte: «Die Götter der Griechen waren keine Personifikationen von natürlichen Kräften oder Phänomenen […]. Sie sind keine Personen, sondern Mächte.»

Die Götter sind die Vervielfachungen des Einen (das Eine, griech.: τo ἕν), weshalb sie Henádes (dt. Henáden) heißen[22]. Die Vervielfachung oder Vermehrung der ursprünglichen Göttlichkeit in wesenhafte Teileinheiten wird allzu oft als «Emanation» beschrieben, dabei wäre «próhodos» («Hervorgehen») der richtigere Begriff. Jedenfalls wird damit die Idee einer Einheit ausgedrückt. Alles Licht der Götter ist eins (Iamblichos, De Mysteriis, Kap. 9).

Jede Gottheit ist für eine bestimmte kosmische Zone bzw. einen kosmischen Aspekt zuständig und wirkt nicht in den Zuständigkeitsbereichen anderer Gottheiten. Die Götter sind also selbstständig, existieren aber weiterhin in einer übergeordneten Einheit mit dem Einen[23]. Sie drängen sich den Sterblichen nicht auf[24], sind nicht auf sie angewiesen oder von ihrer Verehrung abhängig[25] noch dreht sich ihr Sein um die Menschheit und ihr Wohlergehen. Ihr Hauptinteresse gilt dem Weiterbestand des Universums und der kosmischen Ordnung. Sie sind den Menschen weit überlegen und die hellenische Pietät verlangt von allen Hellenen die schlichte Anerkennung dieser Tatsache[26]. Bricht man dieses Prinzip, macht man sich der Hybris schuldig («Überschätzung»). Die Unsterblichen sind allen ihren Verehrern «leuchtende Ideale»[27], Vorbilder und Helfer.

Die Götter haben keine Gefühle. Sie kennen keine Freude oder Trauer, Liebe oder Hass[28]. Sie fühlen keine Liebe, nichtsdestotrotz ist ihre Beziehung zu den fühlenden Wesen von fürsorglicher Art. Ihre Fürsorge ist eine noetische. Als sie Sokrates damit beauftragten, den Athenern ins Gewissen zu reden, sich um die eignen Seelen zu kümmern[29] und Maß zu halten, hatten sie einen Akt der Liebe begangen. Ihr Interesse am Wohl und an der Freiheit des Menschen ist Liebe. Und sie können die Menschen deshalb lieben, weil sie sie kennen; sie blicken in die Seelen der Menschen und sehen dort, was diese wirklich brauchen. Nur deshalb können sie richtig lieben. Ein bedeutender Psychoanalytiker hielt einst fest: «Ich kann nur lieben, wenn meine Liebe adäquat ist und den Bedürfnissen und der Natur des Geliebten entspricht.»[30]

Durch die Veredelung der Seele (bewirkt durch Philosophie und Tugendhaftigkeit) kommt der Mensch in ihre Nähe[31]. Durch Opferungen und Riten stellt er eine Verbindung zu ihnen her[32]. Die Opfergaben sind selbstverständlich nur symbolischer Natur, aber das dahinterliegende Prinzip der Reziprozität ist heilig. Ein Kontakt zwischen Mensch und Gott kann vor allem wegen der zwischen ihnen bestehenden Verwandtschaft hergestellt – aber nie erzwungen – werden. Die Götter sind vernünftige Wesen und die Menschen sind durch den in ihnen weilenden Funken göttlichen Feuers vernunftbegabt. Dieses verbindende Element regelt die Beziehung des Polytheisten zum Kosmos, denn aus diesem leitet er die Pflicht der Sterblichen gegenüber den Göttern und dem Logos heraus, vernünftig (oder dialektisch) zu denken, «zu sprechen und zu handeln» und alle vernünftigen Meinungen gelten zu lassen (YSEE). Es bedeutet aber auch, gottgefällig, sprich: vernünftig die Götter und das Universum zu denken und keine Vorstellungen von ihnen zu hegen, die ihrer Natur widerspricht (Vergänglichkeit, Affektion, Zorn, Ungerechtigkeit usw.). 

3. FRAGEN UND ANTWORTEN

A. Was ist der Hellenismos?

Die Religion der Hellenen.

B. Wie wird die hellenische Religion sonst noch genannt?

Ethnische Hellenische Religion, griechische Religion, hellenische Religion, hellenischer Polytheismus, hellenische Tradition, griechischer Ethnismus, olympische Religion, altgriechische Religion.

C. Andere Bezeichnungen für die (polytheistischen bzw. antiken) Hellenen?

Griechische Polytheisten, ethnische Hellenen, hellenische Ethniker.

D. Was gehört zum Hellenismos?

Homer, Hesiod, Schule der Eleaten, Hylozoismus, Sophistik, Kynismus, Platonismus, Epikureismus, Aristotelismus, Pythagoreismus, Orphik, Stoa, Pyrrhonismus, Demokratie, Aristokratie, die Mysterien, Theurgie, Iatromantik, Hippokratische Medizin u.a.

E. Was gehört nicht zum Hellenismos?

Monotheismus, Okkultismus, New Age, «Neuheidentum», Esoterik, Theosophie, Nationalismus, Feminismus, Hermetik, Gnosis, Yoga, Kabbala, unhellenische und unwissenschaftliche Ansichten über die griechischen Götter und ihre Religion.


 

Nachweise:

1. Bedeutet «der Griechen, Hellenismus […]. II. Verwendung eines reinen griechischen Stils und Idioms […].» Henry George Liddell, Robert Scott: A Greek-English Lexicon. S. 536, 9. Auflage, Oxford University Press, New York 1996.

2. Marion Giebel: Kaiser Julian Apostata: Die Wiederkehr der alten Götter. S. 8, Patmos, Düsseldorf 2006.

3. Oberster Rat der ethnischen Hellenen: Ethnische Hellenische Religion: Theologie und Praxis. S. 15, Athen 2012 (griechisch).

4. ebenda.

5. Friedrich Wilhelm Korff: Vorwort zum Wahren Wort des Celsus, in: Celsus, Th. Keim (Übers.): Gegen die Christen. S. 10, Matthes & Seitz Verlag, München 1984.

6. Vlassis G. Rassias: Die Unterschiede zwischen der eingeborenen hellenischen Religion und dem Christentum, in: Rassias(.)gr: Artikel, Interviews, Veranstaltungen, griechisch, zuletzt abgerufen am 25.3.«2013».

7. Encyclopædia Britannica: Greek religion, in: Encyclopædia Britannica Online (zuletzt abgerufen am 24. Januar «2013»).

8. Hans Schulz, Otto Basler: Deutsches Fremdwörterbuch, Band 5. S. 289, Verlag de Gruyter, Berlin 1974.

9. Celsus, Porphyrios, Sallustios, Kaiser Julian, Hypatia, Sosipatra, Proklos, Simplikios, Damaskios und Plethon waren Platoniker.

10. Vlassis G. Rassias: Hellenism: What we believe, what we stand for, in: Rassias (Texts and Interviews translated into english), zuletzt abgerufen am 25.3.«2013». Originalquelle: Green Egg journal, Nr. 109, Sommer 1995.

11. Paul Veyne: Die griechisch-römische Religion: Kult, Frömmigkeit und Moral. S. 27, Reclam Verlag, Stuttgart 2008.

12. Sallustios, Vl. Rassias (Übers.): Über die Götter und die Welt. S. 22, Anichti Poli, Athen 2002 (altgriechisch/griechisch).

13. ebenda, S. 23

14. Herodot, A. Horneffer (Übers.): Historien. S. 132, 4. Auflage, Kröner Verlag, Stuttgart 1971.

15. Sallustios, S. 20

16. Timothy Jay Alexander: Hellenismos Today. S. 26, Lulu Press, USA: Breinigsville 2007.

17. Rassias: Hellenism: What we believe, what we stand for.

18. Vlassis G. Rassias: Thyrathen: Das Philosophie-Lexikon. S. 25, 1. Auflage, Anichti Poli, Athen 2006 (griechisch).

19. Walter Friedrich Otto, Ernesto Grassi (Hg.): Die Wirklichkeit der Götter: Von der Unzerstörbarkeit griechischer Weltsicht. S. 36, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1963.

20. Walter F. Otto: Theophania: Der Geist der altgriechischen Religion. S. 76, Rowohlt, Hamburg 1956.

21. Paul Veyne: Die griechisch-römische Religion: Kult, Frömmigkeit und Moral. S. 17, Reclam Verlag, Stuttgart 2008.

22. Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. S. 435-436, Verlag Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1904.

23. Timothy Jay Alexander, S. 15

24. Paul Veyne, S. 20

25. Salustios, S. 25

26. Paul Veyne, S. 18-19

27. So beschrieb W. F. Otto die griechischen Götter.

28. Sallustios, S. 20, 62

29. Manfred Fuhrmann, Platon: Apologie des Sokrates. Griechisch/Deutsch. S. 111, Reclam, Ditzingen, 1986.

30. Erich Fromm: Die Antwort der Liebe: Die Kunst des richtigen Lebens. S. 17, 2. Auflage, Herder, Freiburg im Breisgau 2003.

31. Weil er ihnen immer ähnlicher wird.

32. Sallustios, S. 64

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